Lernpfade

Lernpfade stellen durch den Einsatz vom Internet, eine neue, abenteuerliche und nahezu unerschöpfliche Möglichkeit dar, Unterrichtsinhalten aufzuarbeiten.

Im Netz lassen sich nicht nur Dokumentationen oder Bilder finden.Auch Videos, Statistiken und eine Vielzahl virtueller Lexika versüßen einem die Webrecherche erheblich. Wie umfangreich und doch strukturiert das ganze Aussehen kann, sieht man zum Beispiel hier :

http://wikis.zum.de/zum/Lernpfade_Ethik

Im folgenden soll ein bereits bestehender Lernpfad 

http://wikis.zum.de/zum/Lernpfade_Ethik/Die_Macht_des_Konsums

kritisch betrachtet werden. Dabei werden nicht nur die Inhalte beleuchtet sondern auch die Bedienung, die Optik, die Technik usw. 
Der erste Eindruck dieser Seite ist sehr positiv. Auch für ungeübte Lernpfadler lässt sich die Struktur schnell nachvollziehen. Der Aufbau der Seite erscheint mir gut durchdacht. Die Links zu Arbeitsblättern und Videos funktionieren und die Sinneseinheiten sind klar voneinander abgegrenzt. Inhaltlich fehlt mir allerdings der motivierende Einstieg. Auch die formulierung der Ziele, ist für meinen Geschmack zu unkonkret und allgemein. Die Aufgaben hingegen sind meiner Meinung nach gut gelungen.

Tablet oder Hefter -das ist hier die Frage

Dem Einsatz von Tablets oder auch Laptops im Philosophie stehe ich sehr zwiegespalten gegenüber  und sehe darin sowohl Potentiale als auch Probleme.

Mitschriften die via Tablet  getätigt wurden, nehmen zum einen natürlich weniger Gewicht in der Schultasche ein, sie haben aber auch den Vorteil, das sie sich besser Archivieren und Weiterverarbeiten lassen.  Arbeiten mit Blogs, Wikis usw. sind ebenfalls viel leichter und unkomplizierter umsetzbar, da die Lerngruppe nicht auf den PC-Pool angewiesen ist. Das Einbinden von kurzen Videos, Bildern oder auch Audiomedien lässt sich mit Tablets am Platz natürlich ebenfalls viel individueller realisieren. Auch selbstständige Webrecherchen  z .B. um schwierige Texte zu verstehen oder sich Inhalte zu erarbeiten, sind mit einem Tablet problemlos umsetzbar. Jeder SuS kann das Tafelbild auf dem Tablet abrufen- so können auch durch Krankheit verhinderte SuS am Unterrichtsgeschehen teilnehmen und die Lerninhalte selbstständig abrufen. Einen weiteren Pluspunkt sehe ich darin, das die SuS die Möglichkeiten eines Tablets einmal von einer anderen Seite beleuchten und an den Verantwortungsvollen und gewinnbringenden Einsatz von neuen Medien herangeführt werden. Probleme sehe ich dabei allerdings vor allem darin, das natürlich nicht jeder SuS ein Tablet besitzt und die Anschaffung auch nicht für jedes Elternhaus zu stemmen ist. Ich könnte mir auch vorstellen, das es durchaus zu Problemen untereinander kommen könnte, wenn die SuS die Qualitäts- und Preisunterschiede der einzelnen Geräte näher beleuchten. Da liegt es meines Erachtens in der Verantwortung der Schule und der Lehrkräfte, den SuS die Geräte zur Verfügung zu stellen. Dies hätte allerdings erneut zur Folge, das man sich, ähnlich wie beim PC Pool auf Wartezeiten usw. einstellen müsste, um eine “Tabletstunde” zu halten. Ein weiteres Problem sehen ich darin, das das Tablet natürlich sehr viel (geistige) Arbeit abnimmt. Dank Autokorrektur und dem unkomplizierten Einsatz vom Internet, bleiben das eigenmächtige Denken, die Rechtschreibung und auch die Handschrift, auf der Strecke. Der freie Internetzugriff birgt allerdings auch die Gefahr, das sich die SuS von ihren privaten Mediengewohnheiten leiten lassen und sich nicht auf ihre eigentliche Aufgabe und das Unterrichtsgeschehen konzentrieren. Auch die Möglichkeit, fertige Meinungen im Internet abrufen zu können, sehen ich für den Philosophieunterricht eher als negativen Aspekt.

Alles in allem denke ich, das dies eine Methode ist, die eine gute Zusammenarbeit zwischen SuS und Lehrer bedarf. Eine Umfangreiche Vorbereitung  und das Abstecken von klaren Regeln im Umgang mit dem Internet im Unterricht ist dabei unumgänglich. Lassen sich aber sowohl Lehrer als auch SuS auf dieses Abenteuer ein, sehe ich darin eine Abwechslungsreiche Methode, schwierige Unterrichtsthemen aufzuarbeiten.

 

Cybermobbing thematisieren

Ausgehend von diesem Spot :

http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/downloads/weitere-spots/eu-spot-cyber-mobbing/

möchte ich heute einige Gedanken zum Thema Cybermobbing festhalten. Cybermobbing ist ein sehr intimes und sensibles Thema. Sowohl Opfer als auch Täter können sich angegriffen fühlen oder auch vom Unterrichtsgeschehen zurückziehen.  Man sollte sich jedoch nicht aus Angst vor der Schülerreaktion vor diesem Thema verschließen, sondern vielmehr sehr bedacht und sensibel mit diesem brisanten Thema vorgehen. Ich würde diesen Spot als Einstieg in dieses Themengebiet nutzen. Nach dem Aufmerksamen betrachten des kurzen Spots, sammeln die Schüler gemeinsam ihre ersten Eindrücke. Anschließend könnte man die Schüler in Einzelarbeit Tagebucheinträge der Mobber und des gemobbten Mädchens verfassen lassen. Dabei können persönliche Erfahrungen Anwendung finden, müssen aber nicht zwingend als solche deklariert werden.

 

Lehrer und Schüler eine Verbotene (Facebook-)Freundschaft…

Ich möchte heute folgenden Artikel  zum Anlass nehmen, um einige Gedanken zum Thema “Social Media” Nutzung als Lehrer zu äußern.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundeslaender-wollen-kein-totales-Facebook-Verbot-fuer-Lehrer-1983741.html?zanpid=1839285195317347328

Schon beim ersten kurzen Überfliegen dieses Artikels, kamen mir vage Zweifel , ob die dort vorgestellte Herangehensweise, denn tatsächlich richtig sein kann. Erstaunlich finde ich hierbei, das man einem offensichtlich mündigen Erwachsenen scheinbar nicht den verantwortungsbewussten Umgang mit den Sozialen Medien zutraut. Daraus ergibt sich für mich die Frage,ob man jemanden, der dazu nicht in der Lage ist, denn überhaupt Unterrichten lassen darf.  Glücklicher Weise handeln nicht alle Bundesländer so drastisch. So scheinen Niedersachsens und Brandenburgs Lehrer mehr Kompetenzen in diesem Bereich aufzuweisen-  denn hier glaubt man an die “Eigenverantwortung der Lehrer” und hält eine Reglementierung für unnötig. In Bayern hat sich eine Mischform der verschieden Ansichten durchgesetzt. So sind die Lehrer dort nur privat auf Facebook unterwegs und dürfen in diesem Rahmen auch mit Schülern befreundet sein. Dienstlich ist jedoch beides nicht erwünscht.

Mir stellt sich, bei diesen Verboten und Einschränkungen die Frage, wie man jemanden zwar das Unterrichten und damit auch das Vermitteln von Werten und Normen gestatten kann, dem man nicht einmal den Verantwortungsvollen und angemessenen Umgang mit den Sozialen Medien zutraut.  Als Erwachsener in einer solchen Vorbild Position, sollte man, unabhängig davon ob man mit Schülern befreundet ist,oder nicht, so viel Eigenverantwortung zeigen, das es unbedenklich ist, wenn Schüler auf Profil Inhalte oder private Bilder  zugreifen können. Solange kein Zwang besteht, und die “nicht befreundeten” Schüler nicht benachteiligt werden oder private Postings von Schülern im Unterricht landen, sehe ich hier keinen Bedarf für Verbote oder Einschränkungen.

Und ewig grüßt Wikipedia…

Ein jeder hatte wohl selbst zu Schulzeiten mindestens einen Mitschüler in der Klasse, der bei Referaten und Co die Arbeit darauf beschränkte, die Wikipedia Artikel auszudrucken und entsprechende Textstellen zu Markieren. Die Lehrer Betrachteten diese Schüler stets als extrem faul, die Schüler hingegen sahen diese Art der Recherche  zum Teil als extrem Clever an. Die Wahrheit liegt wohl, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Auch wenn Wikipedia beim wissenschaftlichen Arbeiten recht verschrien ist, sollte man sich, gerade als Lehrer nicht gänzlich davor verschließen, sondern eher  zum  kritischen Umgang mit diesem Medium anhalten. Immerhin handelt es sich bei Wikipedia um eine der größten Plattformen in diesem Bereich. Auf nahezu jede, noch so komplizierte Frage findet sich hier eine kurze, prägnante Antwort. Da ein jeder, Artikel bei Wikipedia veröffentlichen kann, sollte man dennoch mit einer gesunden Portion Misstrauen Arbeiten und sich nicht nur auf diese Plattform verlassen. Ein  striktes Verbot von solchen “unwissenschaftlichen” Informationsquellen, halte ich jedoch trotzdem nicht für sinnvoll.Meiner Meinung nach ist es viel  wichtiger, den Schülern den richtigen Umgang mit sämtlichen Informationsquellen aufzuzeigen und so eine kritische Internetrecherche zu fördern.

 

Webblogs im Schulalltag integrieren….

Webblogs eignen sich mit Sicherheit nicht für jedes Unterrichtsfach und auch nicht für jede Lerngruppe. Die Einführung der Arbeit mit dem Internet muss daher genau auf die Lernziele, aber auch auf die Lerngruppe abgestimmt sein.  Außerdem halte ich eine Art Tutorium für recht sinnvoll, bei dem die SuS Möglichkeiten, Regeln und auch Grenzen den Bloggens hinterfragen und Diskutieren können. Damit kein Blog zu kurz kommt und untergeht, würde ich diese in Gruppenarbeit gestalten lassen. So haben die SuS die Möglichkeit, sich  wirklich jeden Blog anzuschauen und zu kommentieren. Dies stelle ich mir bei 28 Einzelblogs eher schwer vor. Auch das Arbeitspensum der einzelnen SuS sollte vorher klar festgelegt werden. Um dies transparent und nachvollziehbar zu gestalten, könnte ich mir den Einsatz eines Lerntagebuches gut Vorstellen. Dem Lehrer würde ich dabei eine moderierende Rolle zukommen lassen.  Er sollte nur eingreifen, wenn Fragen oder Problemen auftreten, Diskussionen zu weit vom eigentlichen Thema abweichen oder Regelverstöße vorliegen. Auch eine regelmäßige Diskussion im Klassenverband, welche Fragen rund um den Blog aufgreift, halte ich für sinnvoll. So können die SuS  Verbesserungsvorschläge bringen und gemeinsam ihre Blogs Optimieren.

Auftakt

Blogs kannte ich bisher eher aus dem Freizeitbereich. Egal ob Do it yourself-, Koch- oder Schminkblogs- sie alle erfreuen sich großer und vor allem, immer größer werdender Beliebtheit. In unserem Zeitalter kann man nahezu alles Online erledigen- eine Pizza bestellen, den Termin beim Friseur vereinbaren,Bücher wälzen oder einfach nur mit Freunden quatschen.  Da liegt es nahe, diesen Trend auch für den Unterricht zu nutzen. Blogs bieten eine Plattform, bei der jeder Schüler die Möglichkeit hat, zu Wort zu kommen.  Für mich, als absoluter Blog- Neuling war es sehr erstaunlich zu sehen, wie flott und unkompliziert man einen Blog erstellen kann.  Das eröffnet auch den  nicht so Interneterfahrenen Schülern die Möglichkeit neues auszuprobieren,  ohne nach Stundenlangen mühevollen und mehr oder weniger erfolglosen, wüsten hin und her klicken, frustriert das Handtuch zu werfen.