Dem Einsatz von Tablets oder auch Laptops im Philosophie stehe ich sehr zwiegespalten gegenüber  und sehe darin sowohl Potentiale als auch Probleme.

Mitschriften die via Tablet  getätigt wurden, nehmen zum einen natürlich weniger Gewicht in der Schultasche ein, sie haben aber auch den Vorteil, das sie sich besser Archivieren und Weiterverarbeiten lassen.  Arbeiten mit Blogs, Wikis usw. sind ebenfalls viel leichter und unkomplizierter umsetzbar, da die Lerngruppe nicht auf den PC-Pool angewiesen ist. Das Einbinden von kurzen Videos, Bildern oder auch Audiomedien lässt sich mit Tablets am Platz natürlich ebenfalls viel individueller realisieren. Auch selbstständige Webrecherchen  z .B. um schwierige Texte zu verstehen oder sich Inhalte zu erarbeiten, sind mit einem Tablet problemlos umsetzbar. Jeder SuS kann das Tafelbild auf dem Tablet abrufen- so können auch durch Krankheit verhinderte SuS am Unterrichtsgeschehen teilnehmen und die Lerninhalte selbstständig abrufen. Einen weiteren Pluspunkt sehe ich darin, das die SuS die Möglichkeiten eines Tablets einmal von einer anderen Seite beleuchten und an den Verantwortungsvollen und gewinnbringenden Einsatz von neuen Medien herangeführt werden. Probleme sehe ich dabei allerdings vor allem darin, das natürlich nicht jeder SuS ein Tablet besitzt und die Anschaffung auch nicht für jedes Elternhaus zu stemmen ist. Ich könnte mir auch vorstellen, das es durchaus zu Problemen untereinander kommen könnte, wenn die SuS die Qualitäts- und Preisunterschiede der einzelnen Geräte näher beleuchten. Da liegt es meines Erachtens in der Verantwortung der Schule und der Lehrkräfte, den SuS die Geräte zur Verfügung zu stellen. Dies hätte allerdings erneut zur Folge, das man sich, ähnlich wie beim PC Pool auf Wartezeiten usw. einstellen müsste, um eine “Tabletstunde” zu halten. Ein weiteres Problem sehen ich darin, das das Tablet natürlich sehr viel (geistige) Arbeit abnimmt. Dank Autokorrektur und dem unkomplizierten Einsatz vom Internet, bleiben das eigenmächtige Denken, die Rechtschreibung und auch die Handschrift, auf der Strecke. Der freie Internetzugriff birgt allerdings auch die Gefahr, das sich die SuS von ihren privaten Mediengewohnheiten leiten lassen und sich nicht auf ihre eigentliche Aufgabe und das Unterrichtsgeschehen konzentrieren. Auch die Möglichkeit, fertige Meinungen im Internet abrufen zu können, sehen ich für den Philosophieunterricht eher als negativen Aspekt.

Alles in allem denke ich, das dies eine Methode ist, die eine gute Zusammenarbeit zwischen SuS und Lehrer bedarf. Eine Umfangreiche Vorbereitung  und das Abstecken von klaren Regeln im Umgang mit dem Internet im Unterricht ist dabei unumgänglich. Lassen sich aber sowohl Lehrer als auch SuS auf dieses Abenteuer ein, sehe ich darin eine Abwechslungsreiche Methode, schwierige Unterrichtsthemen aufzuarbeiten.

 

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